Schrift: MAZ (Künstler*innen Name);
Dahinter eine Auflistung: Pädagoge, Aktivist, Performer, Disabled Leadership
Matthias Ranner, aka MaZ trägt eine Brille, eine Kappe und lockere Kleidung und wird in schwachem Licht vor schwarzem Hintergrund angestrahlt.

Matthias Ranner arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Klangkunst und künstlerischer Forschung. Ein zentraler Fokus seiner Arbeit liegt auf der kritischen Hinterfragung etablierter auditiver Normen in der westlich geprägten Musikkultur und der aktiven Demontage von strukturellem Audismus.

MaZ bei der Arbeit. Matthias Ranner trägt ein SubPac, zum Monitoring der gerade live performten Vibrik.

Als Initiator des kunstpolitischen Forschungsprozesses „Vibrik – Musik als körperlicher Erfahrungsraum“ (gemeinsam mit Kassandra Wedel als Co-Initiatorin) arbeitet er daran, den traditionellen Musikbegriff radikal zu verschieben. Anstatt Klang auf ein rein akustisches Ereignis zu reduzieren, begreift und inszeniert Ranner ihn als leiblich-räumliches Geschehen – als Schwingung, Resonanz und tiefgreifende körperliche Erfahrung.

In seiner Praxis entwickelt Ranner Performances und partizipative Formate, die Wahrnehmung neu organisieren. Dabei übersetzt er musikalische Elemente in vibrotaktile und visuelle Erfahrungen, durch den gezielten Einsatz von Subwoofer- und Körperschallsystemen in Verbindung mit körperbasierten Rhythmusübungen und visueller Kommunikation.

Ein wesentliches Element von Ranners Arbeitsweise ist die partizipative Forschung. In Formaten wie künstlerischen Happenings oder immersiven Workshop-Reihen schafft er interkulturelle Erfahrungsräume. Hier bringt er taube und hörende Lebensrealitäten zusammen, um kollektiv neue, gleichwertige Zugänge zu Rhythmus, Kunst und Wahrnehmung zu erforschen und zu gestalten.